Archiv für Januar, 2009
Ein Kater namens Dewey rührt Amerika
In einer Bibliothek im US-Bundesstaat Iowa wurde vor mehr als 20 Jahren ein Kätzchen ausgesezt. Die Angestellten nahmen das Geschöpf auf und tauften es auf den Namen Dewey. Es verzauberte seine Umgebung. Jetzt ist Deweys Geschichte aufgeschrieben worden. Und rührt die von der Wirtschaftskrise gebeutelte Nation.
Und nun gibt es die Geschichte des ausgesetzten Katers als Buch:
Vicki Myron hat nun ein Buch über die Bibliothekskatze von Spencer veröffentlicht („Dewey – The Small-Town Library Cat Who Wouched the World“. Grand Central Publishing, New York und Boston. 277 Seiten, ca. 11 Euro). Dieses Bändchen, von dessen Umschlagfoto der orangerote Stubentiger den Leser treuherzig anschaut, steht sehr hoch oben auf amerikanischen Bestsellerlisten.
Den gesamten Artikel könnt Ihr auf www.welt.de lesen: Wie ein Kater eine gebeutelte Nation tröstet.
Habt Ihr schon mal daran gedacht, Eure Bücher nach ihren farbigen Buchrücken zu sortieren.
Sieht nett aus … ist aber doch eher unbibliothekarisch

Mehr davon gibt es HIER und HIER und HIER zu sehen.
Viel Spaß beim Um-sortieren!
In Edinburgh heißen Bibliothekare nicht mehr einfach nur “Bibliothekare” — nein… dort wird man fit gemacht… für die Zukunft: aus dem Bibliothekar wird der “Audience Development Officer”.
Damit sollen die “Buchstempler” ins 21. Jahrhundert geholt werden und den muffigen Charme von Jahrhunderten verlieren.
Edinburgh librarians are apparently “seething” after the powers that be decided they should henceforth be known as “audience development officers” as part of a plan to drag libraries kicking and screaming “into the 21st century”.
Bleibt abzuwarten, wie zügig im Sprachgebraucht vom “muffigen” Bibliothekar zu “Leserschaft-Entwicklungsbeamten”gewechselt wird.
Lesenswert sind auch die zahlreichen Kommentare zu diesem Artikel.
Quelle:
Haines, Lester: Librarians redubbed ‘audience development officers’ via The Register
Vom 17. bis 18. Januar 2009 findet im Museum der Arbeit die 6. Norddeutsche Handpressenmesse statt. Zur BuchDruckKunst 2009 zeigen 50 Buchkünstler aus dem In- und Ausland ihre Buchschätze und bieten sie zum Verkauf: Pressendrucke, Künstlerbücher, Mappen-Werke, Buchobjekte als Original-Grafiken etc.
Im Begleitprogramm bekommen die Besucher Einblicke in die Welt des Druckgewerbes, der künstlerischen Buchgestaltung sowie der Buch- und Papierherstellung. Die Mitarbeiter des Museums demonstrieren an historischen Maschinen Buchdruck, Schriftguss, Hand- und Maschinensatz, das Fräsen von Holzbuchstaben und die Anfertigung von Klischees. Besonderes Gewicht wird auf den Steindruck gelegt, eine faszinierende Flachdrucktechnik – gewissermaßen die Mutter aller heute gängigen Druckverfahren. Dazu stellt die Internationale Senefelder-Stiftung preisgekrönte Exponate von ihren Wettbewerben für eine Ausstellung zur Verfügung, die erstmals in Hamburg zu sehen ist.
Öffnungszeiten: Sa 10.00 bis 20.00 Uhr, So 10.00 bis 17.00 Uhr. Eintritt: 8,- Euro, ermäßigt 6,- Euro.
Was schreibt “US News” da auf der Website? Librarianship is an underrated career?
Genau! …wussten wir das nicht schon längst?
Hier ein Ausschnitt aus dem Artikel, der auf der Website der US News zu lesen ist:
Forget about that image of librarians as a mousy bookworms. More and more of today’s librarians must be clever interrogators, helping the patron to reframe their question more usefully. Librarians then become high-tech information sleuths, helping patrons plumb the oceans of information available in books and digital records, often starting with a clever Google search but frequently going well beyond.
…interessant - die Einkünfte, die ein/e Bibliothekar/in lt. US News erzielen kann:
Salary Data - Median (with eight years in the field): $47,400
25th to 75th percentile (with eight or more years of experience): $42,800-$63,700
Außerdem spannend zu lesen:”A Day in the Life” … na, erkennt sich da jemand wieder?
A Day in the Life. You work in a small municipal library, where you have to do a little of everything. You start your day by leafing through catalogs from online database publishers and book reviews in Library Journal to decide which titles to add to your collection. Next, it’s out to the reference desk, where visitors regularly ask how to find something. Sometimes, it’s esoteric; often, it’s the bathroom. Later, you teach a class: an advanced lesson in Googling. Next, it’s back to the reference desk, but you’re soon interrupted by a group of boisterous kids, so you have to turn into schoolmarm: “You’ll have to be quiet, or I’ll have to ask you to leave.” You end your day reading about “automated librarianship”: data storage systems that let the public get needed resources without the help of a live librarian. Tomorrow, you decide, you’ll start writing a grant proposal to develop a computer kiosk that will help patrons find health information.
Viel Spaß beim Lesen - und beim “Karriere-Machen”
Die Landesgruppe Hamburg des Berufsverband Bibliothek Information e.V. (BIB) lädt am
22. Januar zum Thema: Teaching Library - Konzepte und Erfahrungen ein.
Programm:
13:30 – 13:45 Uhr Begrüßung durch den Landesgruppenvorstand und Jens Renner (BIB-Bundesvorstand)
13:50 – 14:20 Uhr In 10 Schritten zur Teaching Library (Detlef Dannenberg – HAW Hamburg)
14:20 – 14:35 Uhr kurze Kaffeepause
14:35 – 15:05 Uhr Konzept der AG Informationskompetenz, Hamburg
(Anne Christensen, Antje Theise – SUB Hamburg)
15:10 – 15:40 Uhr Neue Tendenzen der Teaching Library an bayerischen (Fach-)Hochschulen
(Jens Renner – FH-Bibliothek Ansbach)
15:40 – 16:00 Uhr Kaffeepause, anschließend Mitgliederversammlung für BIB-Mitglieder
Für alle Teilnehmer kostenlos!
Tagungsort:
ZBW – Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften
Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft
– Standort Hamburg –
Neuer Jungfernstieg 21
20354 Hamburg
Konferenzsaal 519
Anmeldung:
per E-Mail an: lv_hamburg@bib-info.de
oder Telefon: 040/428 34-352
hier geht es zum Dokument: Teaching Library: Konzepte und Erfahrungen
(Achtung - es öffnet sich ein pdf!!)