geschrieben von Tanja (25. Juni 2009)
Kategorie: Allgemein, Berufsbild, Bibliotheks-Fun, Film
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geschrieben von Tanja (18. Februar 2009)
Kategorie: Allgemein, Berufsbild
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cool…was man so auf flickr findet: ein findiges Mitglied hat einen alten Artikel aus dem Esquire Magazine eingescannt - aus dem Jahr 1964.

Dort werden junge Männer für den Job des Bibliothekars geworben ;-)

Putzig

“An Esquire Magazine clipping from 1964 advising men to become librarians. (I wonder if that is because that’s where the women are.)”

Hier sind die Links:

http://www.flickr.com/photos/hewink/3288925906/

und reingezoomt - zum Lesen:

http://www.flickr.com/photos/hewink/3288925906/sizes/o/


geschrieben von Tanja (18. Februar 2009)
Kategorie: Allgemein, Berufsbild
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… oder doch ein (trauriger) Erfahrungswert?

In “WeltOnline” schreibt der Blogger Gideon Böss etwas über einen Besuch in einer Bibliothek.. und das liest sich in Auszügen so:

“(…) Was an diesem chronisch schlecht gelaunten Bibliothekar aber am faszinierendsten ist, ist die Frage, warum er eigentlich Bibliothekar wurde (das gilt für so manch anderen Vertreter – männlich wie weiblich – dieser Spezies genauso, und davon gibt es in Büchereien mehr als genug). Ist es vielleicht das Gleiche Phänomen, dem man sich beim Anblick älterer Ehepaare gegenübersieht, die sich nur noch anschweigen und bei denen man überlegt, dass das nicht immer so gewesen sein kann. Es muss da mal eine andere Zeit gegeben haben. Mit Blumen, Leidenschaft und Liebe. Standen am Anfang der Laufbahn des Bibliothekars auch Idealismus und Freundlichkeit? Blätterte er neugierig die Stellenanzeigen durch und stieß auf das Angebot der Stadtbibliothek und dachte sich: mit Menschen arbeiten, das tu ich doch eh gern! (…)”

Der gesamte Text ist durchaus lesenswert — gehört diese Spezies der Bibliothekare/innen doch (spätestens in der Zukunft) längst der Vergangenheit an.

:-)


geschrieben von Tanja (15. Januar 2009)
Kategorie: Allgemein
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In Edinburgh heißen Bibliothekare nicht mehr einfach nur “Bibliothekare” — nein… dort wird man fit gemacht… für die Zukunft: aus dem Bibliothekar wird der “Audience Development Officer”.

Damit sollen die “Buchstempler” ins 21. Jahrhundert geholt werden und den muffigen Charme von Jahrhunderten verlieren.

Edinburgh librarians are apparently “seething” after the powers that be decided they should henceforth be known as “audience development officers” as part of a plan to drag libraries kicking and screaming “into the 21st century”.

Bleibt abzuwarten, wie zügig im Sprachgebraucht vom “muffigen” Bibliothekar zu “Leserschaft-Entwicklungsbeamten”gewechselt wird.

Lesenswert sind auch die zahlreichen Kommentare zu diesem Artikel.

Quelle:
Haines, Lester: Librarians redubbed ‘audience development officers’ via The Register


geschrieben von Arne Tiedemann (13. Dezember 2008)
Kategorie: Biblioversie
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Dank der versierten und bekannt seriösen Hilfe von RTL werden jetzt ja reihenweise die Landwirte der Nation fachkundig beweibt. Bei „Bauer sucht Frau“, der Kuppelshow direkt aus dem Stall, suchen alleinstehende Landwirtssöhne eine Frau, irgendeine. Die wenig telegenen Landmänner stellen sich meist nicht wenig plump an und vermitteln eher den Eindruck, als würden sie auf einer Viehaktion eine Milchkuh ersteigern und nicht um eine mögliche Partnerin werben. Es wird mich nicht wundern, wenn in einer der nächsten Sendungen so ein Kuhstallsingle eine Kandidatin unvermittelt am Kopf packt und ihr mit beiden Händen den Mund aufreißt, um die Beschaffenheit ihrer Zähne zu kontrollieren.

Ich weiß nicht, ob man nun Mitleid mit den ledigen Landwirten haben sollte oder sich eher über ihre rohe Unbeholfenheit amüsieren. Man muss sich nämlich fragen, ob das tatsächlich Flirten sein soll, wenn er vom laufenden Trecker herunter ein paar Anweisungen mault oder doch eher die Suche nach einer kostenlosen Arbeitskraft, die natürlich auch kochen und waschen können muss und auch na, Sie wissen schon. Zwei-, dreimal die Woche würde ja schon reichen… waschen und kochen natürlich täglich.

Es wäre aber nicht fair nur über die spleenigen Landeier auf Brautschau zu frotzeln. Die Vorstellungen, mit denen so manch naiv gestricktes Frauenzimmer in Stöckelschuhen und voller Kriegsbemalung vorm Misthaufen steht und noch nie so einen großen Haufen Scheiße gesehen hat, außer im Nachmittagsprogramm von RTL vielleicht, lassen an der Existenz von Grips unter der überkandidelten Frisur doch stark zweifeln. Frühstück im Heu oder Ausflüge auf dem Pferderücken gibt´s eben doch nur auf Immenhof; liebe Grüße von Dick und Dalli.

Sollte die Dame sich doch schon als glücklich schätzen, wenn die unvermeidlich mit im selben Haus wohnende griesgrämige Mutter in Kittelschürze und unterm Kinn festgezurrten Kopftuch sie nicht schon nach einer halben Stunde vom Hof knüppelt. Genau diese Mütter dulden nämlich keinen Widerspruch oder Nachfragen, wenn in Mundart Anweisungen gebellt werden, wie der Sohn nach getaner Arbeit zumindest kulinarisch zu beglücken sei.

Aber halt, nicht alle Agrarökonomen sind verklemmte Vollspaten, das muss hier mal gesagt werden und die Ledigenquote wird bei Bauern nicht viel höher liegen als bei anderen Berufsgruppen. Es gibt doch Berufsgruppen, denen viel offensichtlicher das Prädikat „absolut unsexy“ anhaftet. Wie zum Beispiel den Lehrern, die sich aber fast durchweg damit behelfen, dass sie einfach ihre Kolleginnen wegheiraten. Daher kommen auch die ganzen doppelten oder Doppelnamen an den Schulen.

Die ärmsten Säue aber und größten Katastrophen in Beziehungsangelegenheiten sind die Angehörigen einer Berufsgruppe, die viele bereits für ausgestorben halten und eher als Scherz ansehen, wenn man sie auf Nachfrage nennt. Wenn ein Metier dringend der Hilfe einer Fernsehsendung zur Beweibung bedürfe, dann ist es zweifelsohne das der durch wenig Vorschusslorbeeren ausgestatteten Bibliothekare. Hoffnungsvolle Partygespräche finden ihr schnelles Ende, wenn beispielsweise solche Frauen, die sich laut Selbstauskunft gerade „beruflich orientieren“, aber am liebsten irgendwas mit Werbung machen würden, mitbekommen, dass man eben so einer ist, beim sofortigen Weggehen und ohne eine Antwort abzuwarten, sagen: „Das ist irgendwas mit Büchern, oder?“ Ja, genau. So schnell kann man gar nicht „Leihfristüberziehung“ sagen, wie man alleine stehen gelassen wird.

Es geht aber auch direkter. Ich wurde einmal gefragt, was ich denn so beruflich machen würde. Ich holte tief Luft und erklärte recht feierlich: „Ich bin Bibliothekar!“ Mit dem Gefühl soeben den Oscargewinner verkündet zu haben, erwartete ich eine entsprechende Reaktion. Die Antwort war ungewöhnlich, aber eindeutig: „Aha, das ist ja auch langweilig, ne!“ Tja, was sollte ich da erwidern? Ich wahrte Fassung, nur innerlich traf mich eine Abrissbirne. Ich nickte einfach und stimmte ihr zu.

Wahrscheinlich ist es nur mein persönliches Glück, dass ich die Partnerwahl vor der Berufswahl klären konnte. Fragt mich heute eine, sage ich stets nur noch „Irgendwas mit Büchern…“ und warte auf den Tag, an dem die erste Folge von „Bibliothekar sucht Frau“ im Fernsehen kommt.


geschrieben von Arne Tiedemann (27. August 2008)
Kategorie: Biblioversie
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Ich fiel fast vom guten Glauben ab, als ich kürzlich las, dass der FC Bayern jetzt eine eigene Bibliothek haben soll. Ich rieb mir verwundert die Augen und ohrfeigte mich bis kurz vor die Bewusstlosigkeit, aber es stimmte anscheinend tatsächlich, denn die Schlagzeile blieb, nur die Farbe meiner Wangen hatte sich geändert. Nun gut, ich will mich hier nun nicht als Fachmann aufspielen, aber ein bisschen Ahnung hab ich schon von diesem Büchereikram, denn tagsüber bin ich von Berufs wegen Bibliothekar.
Bevor ich jedoch weiter las, ging meine Fantasie vorschnell mit mir durch und ich malte mir aus wie denn das da in der Bayern-Bibliothek so vor sich gehen könnte: Während Poldi mit einem Schwung Astrixe und einem Was-ist-Was Buch unterm Arm vorm Ausleihtresen ansteht, wartet bis er endlich dran ist und dabei den Daumen der freien Hand auf ein Nasenloch legt und den Schnorchelinhalt satt auf´s Parkett feuert, kriegt vor ihm der Schweini von der gestrengen Frau (wir alle wissen, was für Drachen da Dienst haben können) an der Verbuchung gehörig einen auf den Deckel, weil die TKKG-Bände schon lange überfällig und die Kassetten nicht zurück gespult und gar nicht in den richtigen Hüllen drin sind. Reuig zahlt er dann die Versäumnisgebühr und gelobt Besserung. Währenddessen werden in einem anderen Teil der Bibliothek Luca Toni und der kleine Franck Ribery beim Blödsinnmachen und Eisessen erwischt und nach einem kurzen Anschiss dann achtkantig rausgeworfen.
Ein Blick auf das abgedruckte Foto des Artikels bremste meine ausufernden Gedanken dann aber schlagartig. Lächerlich, was dort zu sehen war. Hinter ein paar Ledersesseln der Marke Prahlhans lehnten lediglich ein paar Bildbände und Sachbücher über Inneneinrichtung, Luxus Hotels und seichte Naturwissenschaft im Regal, dazu ein paar vorzeigbare Zeitschriften, keine Schmudelheftchen also, und schließlich noch ein ganzes Bord mit Romanen. Unter anderen so passende Titel wie „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“, „Deutschstunde“ und „Und keiner weint mir nach“. Ein paar Brettspiele waren auch noch dabei.
Ich war enttäuscht. Ein paar Bücher nach Größe sortiert in Reihe zu stellen ist noch lange keine Bibliothek, auch wenn viele so denken. Aber das ist passt ja zum Gesamtbild, Uli Hoeneß denkt ja auch ihm gehört die Bundesliga und Franz Beckenbauer meint tatsächlich, er wäre Kaiser.